Stabhochsprung-Weltrekord-Tabelle: Alle Historischen Bestmarken Im Überblick
Der Stabhochsprung liefert verlässliche Spektakel in der Leichtathletik. Getrieben von Ausnahmeatleten wie Schwedens Armand „Mondo“ Duplantis werden die physikalischen Grenzen der Sportart fortlaufend neu definiert. Seit World Athletics die Regelung angepasst hat, gelten Hallen- und Freiluft-Ergebnisse in einer gemeinsamen offiziellen Weltrekordliste. Die nachfolgenden Tabellen zeigen die bisher höchsten übersprungenen Marken der Männer und Frauen in der Geschichte der Leichtathletik.
Weltrekord-Tabelle der Männer (Top 5)
| Athlet | Nation | Höhe | Datum | Ort |
|---|---|---|---|---|
| Armand Duplantis | SWE | 6,26 m | 25.08.2024 | Chorzów |
| Renaud Lavillenie | FRA | 6,16 m | 15.02.2014 | Donezk |
| Serhij Bubka | UKR | 6,15 m | 21.02.1993 | Donezk |
| KC Lightfoot | USA | 6,07 m | 02.06.2023 | Nashville |
| Steve Hooker | AUS | 6,06 m | 07.02.2009 | Boston |
Weltrekord-Tabelle der Frauen (Top 5)
| Athletin | Nation | Höhe | Datum | Ort |
|---|---|---|---|---|
| Jelena Isinbajewa | RUS | 5,06 m | 28.08.2009 | Zürich |
| Jennifer Suhr | USA | 5,02 m | 02.03.2013 | Albuquerque |
| Sandi Morris | USA | 5,00 m | 09.09.2016 | Brüssel |
| Katie Moon | USA | 4,95 m | 26.06.2021 | Eugene |
| Anzhelika Sidorova | ANA | 4,95 m | 09.09.2021 | Zürich |
Die Evolution der Höhenjagd: Vom Phänomen Bubka bis zur Ära Duplantis
Jahrzehntelang galt die Marke von 6,14 Metern, aufgestellt von der ukrainischen Legende Serhij Bubka im Jahr 1994, als schier unüberwindbar. Bubka dominierte die Disziplin über ein Jahrzehnt lang fast nach Belieben und schraubte den Rekord Schritt für Schritt nach oben. Erst der Franzose Renaud Lavillenie konnte 2014 in Donezk mit 6,16 Metern in der Halle eine neue Bestmarke setzen.
Seit 2020 befindet sich die Disziplin in einer neuen Zeitrechnung. Armand Duplantis hat die Weltrekordmarke seitdem mehrfach Zentimeter für Zentimeter verbessert. Seine Erfolge basieren auf einer extremen Anlaufgeschwindigkeit, gepaart mit einer außergewöhnlichen Körperbeherrschung in der Beugephase des Stabes. Dadurch gelingt es dem Schweden konstant, Höhen jenseits der 6,20 Meter anzugreifen.
Material, Anlauf und Präzision: Was die Höhenflüge möglich macht
Dass die Messlatte heutzutage regelmäßig über sechs Meter gelegt wird, ist das Resultat akribischer Technik- und Materialentwicklung. Folgende Faktoren entscheiden über Erfolg oder Fehlschlag auf Weltklasse-Niveau:
- Glasfaser und Karbon: Moderne Stäbe bestehen aus hochflexiblen Verbundmaterialien. Sie speichern die kinetische Energie des Anlaufs effizient und katapultieren den Athleten beim Aufrichten nach oben.
- Maximale Anlaufgeschwindigkeit: Top-Athleten erreichen auf den letzten Metern des Anlaufs Geschwindigkeiten von über 9,5 m/s. Diese Geschwindigkeit ist notwendig, um die extrem harten Stäbe überhaupt biegen zu können.
- Einstich- und Aufrollphase: Das exakte Timing beim Einstechen in den Kasten entscheidet darüber, wie viel Energie aus der Waagerechten in die Senkrechte übertragen wird.
HEUTE IN PARIS: Duplantis stellt Stabhochsprung-Weltrekord Nummer neun ...
Leichtathletik-Saison 2026: Wo fallen die nächsten Rekordmarken?
In der laufenden Saison 2026 richtet sich das Augenmerk der Leichtathletik-Welt auf die anstehenden Wettkämpfe der Diamond League sowie die internationalen Meisterschaften. Die Konkurrenz bei den Männern fordert Duplantis weiterhin heraus, doch der Schwede bleibt der klare Favorit auf das Ausbauen der eigenen Bestmarken.
Bei den Frauen steht der Fabelweltrekord von Jelena Isinbajewa (5,06 Meter aus dem Jahr 2009) weiterhin als unerreichte Benchmark an der Spitze. Während Athletinnen wie Katie Moon und Sandi Morris die Fünf-Meter-Marke im Visier behalten, drängen auch jüngere Nachwuchskräfte in die Weltspitze drängend nach, um die historische Bestenliste in den kommenden Monaten neu zu ordnen.
